RESOLUTION (Vom April 04/2004)
zur
Hilfe und zum Erhalt der Klein- und Mittelständischen Unternehmen in
Deutschland und zur Sicherung
der deutschen Wirtschaft
Anschreiben
Sehr geehrte Damen und Herren,
dem deutschen Mittelstand geht es schlecht und Tag für Tag
geht es nun schon seit Jahren abwärts. Hieraus resultieren Arbeitslosigkeit,
Not an Ausbildungsplätzen und soziale Verelendung.
Ca. 3 Millionen Klein- und Mittelständische Unternehmen
stellen ca. 79% aller Arbeits- und Ausbildungsplätze in Deutschland zur Verfügung.
In der Diskussion der letzten Zeit, wird nur über ins Ausland abwandernde Großunternehmen
berichtet. Wo bleibt hier der Mittelstand?
Wem ist bewusst, dass der Mittelstand eine der tragendsten Säulen der deutschen
Wirtschaft ist? Die Stärkung und der Erhalt der Klein- und Mittelständischen
Unternehmen ist wichtig wie nie zuvor. Die Hürden die Klein- und Mittelständler
zu nehmen haben sind allerdings so hoch, dass sie kaum zu bewältigen sind. Auf
diese gefährliche und bedrückende Situation wollen und müssen wir hinweisen.
Diese Resolution wollen wir nutzen, um an die Öffentlichkeit und an unsere
Politiker heranzutreten.
Die Resolution wurde unter Federführung von D. J. Sall von
der Initiative und dem im Aufbau befindlichen Verband „Aufbruch Mittelstand“
erarbeitet. Derzeit wird sie an Verbände, Kammern, Institutionen, Selbständige,
Schulen und Bürger(Innen) etc. geschickt und auch im Internet, unter
www.aufbruch-mittelstand.de, veröffentlicht um die Solidarität möglichst
vieler Menschen zu gewinnen.
Diese Resolution soll im Rahmen einer Demo mit anschließender
Kundgebung in Düsseldorf, am 23. April 2004 dem Ministerpräsidenten von
Nordrhein-Westfalen unter anderem auch zur Weiterleitung an die Bundesregierung
(Bundeskanzler) übergeben werden.
Wortlaut der Resolution
Nachstehende Unterzeichner fordern die Ministerpräsidenten
der Länder, den Wirtschaftsminister der Bundesrepublik, die gesamte
Bundesregierung und im Besonderen den Bundeskanzler der Bundesrepublik
Deutschland nachdrücklich auf:
- Auf
die schwierige wirtschaftliche Situation des Klein- und Mittelstandes in
der Öffentlichkeit hinzuweisen.
- Öffentlich
klarzustellen, dass es überwiegend die Großunternehmen sind, die ins
Ausland abwandern und Arbeitsplätze abbauen.
- Öffentlich
darauf hinzuweisen, dass ca. 79% der Klein- und Mittelständischen
Unternehmen die potentiellen Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe dieses
Landes sind.
- Zu
veranlassen, dass Anträge auf Förderungsdarlehen nicht im ersten Schritt
bei den Hausbanken gestellt werden müssen, sondern sich vielmehr die
Förderbanken wie z. B. die KfW-Mittelstandsbank und die Förderbanken der
Länder um diese Anträge kümmern. Nach erfolgter Prüfung können diese dann
den Antragstellern die infrage kommenden Förderprogramme mitteilen und sie
an die entsprechenden Kreditinstitute weiterleiten.
- Zu
veranlassen, dass Statistiken über abgelehnte Förderungsdarlehen geführt
und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
- Ausbildungswillige
Unternehmen des Klein- und Mittelstandes tatsächlich zu unterstützen. (Zur
Zeit gibt es Förderdarlehen die bankübliche Sicherheiten erfordern, die von
den meisten der Klein- und Mittelständischen Unternehmen nicht erbracht
werden können. Man denke auch an die Ratingverfahren nach Basel 2, die die
KMUS oftmals zur Aufgabe ihrer Unternehmen zwingen.)
- Den
ausbildungswilligen jungen Menschen in Deutschland öffentlich bekannt zu
geben, dass viele Ausbildungsplätze nicht geschaffen werden können, weil
die Unternehmen die Fördermittel mangels banküblicher Sicherheiten erst
gar nicht erhalten.
- Öffentlich
bekannt zu geben, dass Förderdarlehen für Arbeitsplätze an banküblichen
Sicherheiten scheitern. Außerdem öffentlich zu erklären, dass diese
Fördermittel keine mildtätigen Gaben sind, sondern vielmehr ein
zinsgünstiges Darlehen bedeuten, dass nicht als Betriebsmittel eingesetzt
werden kann weil es zu 100% für den Arbeitnehmer eingesetzt werden muss.
- Darauf
hinzuweisen, dass die Hausbanken nur ca. 1% für Ihre Dienstleistung der
Prüfung und Bearbeitung von Förderdarlehensanträgen erhalten. (Somit ist
das aufwendige Antragsverfahren für die meisten Banken nicht interessant,
und die Antragsteller werden gleich im Vorfeld ohne Erfolg nach Hause
geschickt.)
- Dass
die Förderbanken allein das 100%ige Kreditrisiko für Förderdarlehen
übernehmen, und nicht das Restrisiko auf die Hausbanken abwälzen. (Dies
führt zu mehr als ca.70%igen Ablehnungen von Förderdarlehen)
- Positive
Lösungen mit den Hausbanken zu suchen, wenn es um kurzfristige
Kontokorrentdarlehen für Klein- und Mittelständische Unternehmen geht.
(Diese Überziehungsdarlehen helfen oftmals Arbeitsplätze und Aufträge zu
erhalten)
- Den
Klein- und Mittelstand in wirtschaftlichen Fragen einzubeziehen z. B.
Delegierte von Kammern, Verbänden etc.
- Zu
veranlassen, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden und Formulare z. B.
der Finanzämter transparenter gestaltet werden.
- Gespräche
und Lösungen mit den Großunternehmen zu suchen, um überzogene
Manager-Gehälter in Millionenhöhe abzuschaffen bzw. auf ein normales Maß zurückzuschrauben
z. B. Begrüßungsgeld 1,5 Millionen Euro. Welcher ArbeiterIN wird mit
Begrüßungsgeldern empfangen, welche(r ) Angestellte(er) erhält solche
überzogenen Gelder zum Eintritt in ein neues Unternehmen? Welches Klein- und
Mittelständische Unternehmen würde jemals einen Kredit in solcher Höhe zur
Förderung und den Erhalt von Arbeitsplätzen ohne bankübliche Sicherheiten